Ich hasse Abkürzungen. An ISDN und DSL hat sich der Kunde schon gewöhnt. Nun muß er ein neues Kürzel lernen: FTTH. Fibre to the home. Das heißt nichts anderes, als Glasfaser bis in den Keller. 50 Den Rest des Beitrags lesen »

Das Internet-Dilemma
August 13, 2009Den Verlagen laufen die Leser weg, die Einnahmen aus den Anzeigen schwinden und das Internet kompensiert die Verluste aus Verkaufserlösen und Werbung der analogen Welt (noch) nicht. Die Wirtschaftskrise verschärft den Trend, in Amerika gibt es ein Zeitungssterben, auch den britischen Observer scheint es zu erwischen und auch die deutschen Medienkonzerne müssen sparen. Nun, so verlautbart der australisch-amerikanische Medien-Thycoon Rupert Mudorch, sollen die Internet-Nutzer für bisher kostenlos angebotenen Inhalt zahlen. Nur warum sie das sollen, sagt er nicht.Denn denen ist der gebotene Content nicht soviel wert. Den Rest des Beitrags lesen »

HULU oder nicht HULU auch bei DWDL
August 1, 2009Die Eingangsseite des Mediendienstes zierte unlängst ein interessanter Kommentar über das amerikanische Portal HULU.COM, auf dem sich der US-Amerikaner alle Programme der amerikanischen Networks von Desperate Housewifes bis Dr. House anschauen kann. Kostenlos.
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500 bayerische Gemeinden ohne Glasfaser!
Juli 29, 2009Eine Umfrage des bayerischen Gemeindetages ergab, dass die Deutsche Telekom den Netzausbau bremst, weil die Bundesnetzagentur die Preise für Mietleitungen gesenkt hätte. Die Abhängigkeit von einem einzigen Infrastrukturanbieter lässt sich anders kaum unterstreichen.
Es wäre sicher sinnvoller gewesen, statt in die Konjunktur in die Struktur zu investieren und den Breitbandausbau wie die Australier massiv nach vorne zu treiben. Aber unsere Politik beschäftigt sich lieber mit wirkungslosen Internetsperren.

HSV-Fans laden eigene Videos hoch
Juli 27, 2009Studenten der Hamburger Medienakademie haben das „Arena-Syndrom“. Während der kommenden Bundesliga-Saison sollen Fans die Chance haben, ihre Meinung rund um den HSV in Videos zu artikulieren, die ihren Weg bis in die Stadion-Show beim Heimspiel finden können. Auch zur Bundestagswahl soll der geneigte Wähler seinem Abgeordneten die Meinung sagen können. Dafür hat Youtube einen eigenen Kanal eingerichtet, über den etwa über die Sinnhaftigkeit des Afghanistan-Einsatzes gestritten wird.

Videoportale recyclen TV-Programm
Juli 17, 2009Das ist die Quintessenz eines ausführlichen FAZ-Berichtes über die geänderte Strategie des Video-Portals MyVideo, das immerhin rund 500.000 Zuschauer pro in´s Netz gestellter Folge von „Germany´s next Top-Model“ erzielt und auch der SAT1-Soap „Anna und die Liebe“ auf die Sprünge hilft. Nur mit solchen Stücken und nicht mit den Amateur-Wackel-PannenVideos lassen sich nach Auffassung des Unternehmens Geld verdienen, weil Werber auf ein seriöses Umfeld achten. Die Hypothese hat nur einen einfachen Fehler: Den Rest des Beitrags lesen »

Internet-Fernseher: Ein Produkt, das keiner braucht
Juli 16, 2009In Hamburg redeten sich Experten die Köpfe heiß und zeigten, zu welchem Teil der Digital Divide sie gehören. Hier wurden Technologien vorgestellt, mit denen moderne TV-Geräte internetfähig werden. Wie alle Insellösungen sind sie in einer vernetzten Welt allenfalls zum Dasein in der Nische verurteilt. Seit das Notebook einen TV-Ausgang und das Flachbild-TV einen VGA-Anschluß hat, ist der Fernseher im Wohnzimmer nichts weiter als ein weiteres Display mit Fernseh-Empfangsteil. Den Rest des Beitrags lesen »

digital divide: Kids twittern nicht!
Juli 15, 2009Ein nicht ganz 16jähriger Schüler macht ein Praktikum bei einer Investmentbank, beschreibt sein Kommunikationsverhalten und wird damit berühmt. Das, was jedermann bei seinen Kindern beobachten könnte, nennt die FDT eine brisante Sensation. Das einzig bemerkenswerte an der Meldung ist, dass die hochbezahlten Morgan-Stanley-Analysten und Medienprofis davon überrascht sind, dass Twittern zu teuer ist, kids musik über Last.Fm hören, das Mobiltelefon zum Musikhören und die Spielkonsole mit Internet-Anschluss zum Telefonieren benutzen. Da fragt man sich schon, wieviel sonstige Expertise sich dort verbirgt.
Tatsächlich offenbart sich hier wieder die bereits konstatierte Tatsache, dass Professionals und Entscheidungsträger von der neu entstandenen digitalen Welt völlig falsche Vorstellungen haben.Das meinen auch andere.

Das schwierige an Prognosen
Juli 13, 2009ist, dass sie die Zukunft betreffen, hat Mark Twain einmal festgestellt. Dies lässt sich auch bei den Vorhersagen der Marktentwicklung für IPTV beobachten, das wahlweise als Wachstumstreiber für DSL, VDSL und nun Fttx herhalten soll und doch eine Fata Morgana bleibt. Derzeit schrekct das Handelsblatt mit der Aussage, nur 30.000 Telekom-Kunden würden die als Killerapplikation für ca. 50 Mio. € eingekauften Bundesligaspiele verfolgen. Gegenüber den fünfen, die nach Aussage von DWDL beim Start dabei waren, eine deutliche Steigerung. Dabei hatte die Telekom bereits Ende 2007 mitgeteilt, Bundesliga-Fußball in Premiere-Qualität gebe es bei T-Home Entertain ab sofort umsonst. Ja was denn nun.
Erwartete der frühere T-Com-Chef Ricke für ende 2007 1 Million IPTV-Kunden, so hat man dieses Ziel auf Ende dieses Jahres verschoben. Zum Jahresende 2007/2008 waren es gerade mal 120.000 Kunden. Seit diesem Jahreswechsel wird immer wieder die Zahl 500.000 genannt, trotzdem soll zum 1.1.2010 endlich die Millionen-Schallmauer durchbrochen werden.
Ben Schwan von Technology Review kannte bereits am 22.10.2007 den Grund für die schleppende Entwicklung des VDSL-Markt: Fehlenden Wettbewerb durch die EU-Rechtswidrigen Regulierungsferien der Telekom:
Das VDSL-Monopol erweist sich also als echter Hemmschuh bei der Annahme des nächsten Schrittes der hiesigen Breitband-Revolution – während die meisten ADSL-Fortschritte von fast allen Marktteilnehmern im Nullkommanix nachvollzogen wurden und so schnell auf eine breite Kundschaft stießen („Toll, wieder flotter geworden!“), hinkt VDSL nun hinterher.
Wer weiß, vielleicht entscheidet sich die Telekom einfach aus purer Not doch noch zum monopolbrechenden Resale-Einlenken. Schon allein deshalb, weil ihre Infrastruktur so gering ausgelastet ist, dass sie sich erst mit der Nutzung durch die Konkurrenz wieder lohnt.
Geht ja vielleicht doch mit den Prognosen. Natürlich gibt es auch andere Gründe. Fernsehen kommt zuhause aus der Antennenbuchse. Deshalb hatten die digitalen Pakete von Kabel Deutschland bereits 500.000 Kunden, bevor die Telekom mit ihrem Angebot auf den Markt kam. Und deren Telefonie- und Datenpakete sind viel preiswerter als das Telekom-Angebot.
Hinzu kommt die veränderte Mediennutzung. Wenn das Telekom-Mediencenter heute email-Funktionen über die Set-Top-Box bietet, übersieht sie, dass Multiscreening heutzutage längst zum Alltag gehört. Neben dem Fernseher steht das eingeschaltete Notebook, mit dem mindestens während der Werbepause die üblichen Angebote abgefragt werden.
Teenager würden sich auch sehr darüber freuen, wenn ihre Chats am Fernseher zeitgleich von den Eltern mitgelesen würden. Es braucht nicht mehr lange, dann ist der Fernseher im Wohnzimmer nicht mehr und nicht weniger als ein weiterer Bildschirm.

Infrastrukturwettbewerb: ein starkes Netz hat viele Knoten
Juli 11, 2009Wenn die Telekom beim VDSL-Ausbau nur mit Vodafone kooperiert, wäre das nicht nur für die Wettbewerber schlecht. Da stimmt es hoffnungsfroh, dass ja auch die M-Net und die NetCologne Tochter aus Aachen mit dem Altmonopolisten im Boot sind. Je mehr Netzbetreiber es mit schnellen, neuen Glasfasernetzen gibt, desto weniger lohnt sich das Closed-Shop Modell: Weil die Summe der zu gewinnenden Kunden aus anderen Netzen grösser ist als die Anzahl derjenigen, die man als Gebietsmonopolist an sich bindet.

VDSL-Resale: Monopol statt Wettbewerb
Juli 9, 2009„Die Einigung mit der Telekom ist aber nur eine Scheinlösung, da das Monopol der Telekom bei VDSL bestehen bleibt. Vodafone möchte gerne in die Infrastruktur investieren, um ein echtes Konkurrenzangebot zu schaffen. Aber bei diesen Verhandlungen haben wir bisher keine Einigung erzielt und werden notfalls zum Regulierer gehen müssen“, sagte ein Vodafone-Sprecher.
Die blanke Not treibt die Telekom-Wettbewerber in deren Arme. Denn die Kabelnetzbetreiber bieten Anschlüsse mit bis zu 30 mbit/s an, wenn Vodafone und Co. auf Kunden nicht verzichten will, die so schnelle Anschlüsse nutzen wollen, müssen sie auf das neue Festnetzmonopol der Telekom zurückgreifen. Den Rest des Beitrags lesen »


