
FttH statt DSL: “Fibre to the home” ist keine Krankheit
März 9, 2009Ich hasse Abkürzungen. An ISDN und DSL hat sich der Kunde schon gewöhnt. Nun muß er ein neues Kürzel lernen: FTTH. Fibre to the home. Das heißt nichts anderes, als Glasfaser bis in den Keller. 50 Mrd. € wird es kosten, jedes Eigenheim bis in die verlassensten Winkeln mit Glasfaser zu versorgen und dem Kunden eine neue ungeahnte Qualität der Internet-Versorgung zu bescheren. Die Verbindungen sind erstens symmetrisch und zweitens stabil. Mit anderen Worten: Die Geschwindigkeit des Uploads ist genau so hoch wie die des Downloads, der bis jetzt eine Vielzahl der Datenmengen aus dem Netz schaufelt wie umgekehrt.
Die ungeheuren Bandbreiten und die Geschwindigkeiten sind nicht mehr nur möglich. Statt bis zu XX Mbit/s gibt es Bandbreite garantiert. Das ist der Unterschied.

![Siena IV (The Tuscany Series) [Explore] Siena IV (The Tuscany Series) [Explore]](http://static.flickr.com/7083/7320391910_8e527775a2_t.jpg)
Die zitierte Meldung von Heise Online lautet:
M-Net legt die Glasfaser bis in den Keller der Gebäude (Fibre to the Building, FttB), wo das Signal von neuer Hardware an die im Haus bestehende Kupferverkabelung übergeben und mit bis zu 100 MBit/s in die Wohnungen transportiert wird. Wo bereits Glasfasern bis in die Wohnungen gelegt wurden (Fibre to the Home, FttH), etwa in Neubauten, sind Bandbreiten von 1 GBit/s und mehr möglich. Bei der internen Hausverkabelung werde die Glasfaser zunehmend eine Rolle spielen, sagte ein Unternehmenssprecher. Ende des Zitats
Zur Klarstellung. Ich habe zitiert. Zur Ehrenrettung des Zitierten sei hier aber auf folgendes hingewiesen:
1. Es ist nicht davon die Rede, dass ein Einfamilienhaus mit 1 gbit/s versorgt werden soll, sondern ein Gebäude, in dem dann z.B. auf 10 Parteien je 100 mbit/s nutzen können.
2. Benötigt werden die nicht für einen einzelnen User und eine einzelne Anwendung, sondern für die parallele Nutzung verschiedener Anwendungen durch verschiedene Nutzungen und die sichere Bereitstellung von symmetrischen Up- und Downloads. Beispielsweise Video-telefonie + den Einsatz von Colloberative Software + Email-upload + + Desktop-Sharing+Video-Nutzung+Social Network+Flickr+Youtube. Da reichen für einen alleine 2 – 5 mbit/s stabil aus, wenn Vater, Mutter Sohn und Tochter aber gleichzeitig ihren Interessen fröhnen, wird es in der Spitze eng, zumal die Datenraten eben nicht sicher und nicht immer zur Verfügung stehen.
Auch IPTV lässt sich nur dann vermarkten, wenn die Reaktionszeiten beim Umschalten extrem kurz sind. Obwohl wir bereits heute mit 1 mbit/s DVD-Qualität streamen können (und das reicht für 99,99% des verfügbaren Video-Contents mehr als aus), müssen IPTV-Anwendungen deshalb möglichst viele Programme gleichzeitig bereit stellen.
3. Auch der upload-Bedarf nimmt zu – gerade im kommerziellen Bereich für kleine und Mittelständische Unternehmen, die vermehrt komplexe Konstruktionszeichnungen, 3D-Animationen und ähnliches an ihre Kunden versenden müssen. Auch hier wächst der Bedarf massiv, gemeinsam an einem Geschäftsprozess online zu arbeiten.
Die zitierte Meldung von Heise Online lautet:
M-Net legt die Glasfaser bis in den Keller der Gebäude (Fibre to the Building, FttB), wo das Signal von neuer Hardware an die im Haus bestehende Kupferverkabelung übergeben und mit bis zu 100 MBit/s in die Wohnungen transportiert wird. Wo bereits Glasfasern bis in die Wohnungen gelegt wurden (Fibre to the Home, FttH), etwa in Neubauten, sind Bandbreiten von 1 GBit/s und mehr möglich. Bei der internen Hausverkabelung werde die Glasfaser zunehmend eine Rolle spielen, sagte ein Unternehmenssprecher. Ende des Zitats
Zur Klarstellung. Ich habe zitiert. Zur Ehrenrettung des Zitierten sei hier aber auf folgendes hingewiesen:
1. Es ist nicht davon die Rede, dass ein Einfamilienhaus mit 1 gbit/s versorgt werden soll, sondern ein Gebäude, in dem dann z.B. auf 10 Parteien je 100 mbit/s nutzen können.
2. Benötigt werden die nicht für einen einzelnen User und eine einzelne Anwendung, sondern für die parallele Nutzung verschiedener Anwendungen durch verschiedene Nutzungen und die sichere Bereitstellung von symmetrischen Up- und Downloads. Beispielsweise Video-telefonie + den Einsatz von Colloberative Software + Email-upload + + Desktop-Sharing+Video-Nutzung+Social Network+Flickr+Youtube. Da reichen für einen alleine 2 – 5 mbit/s stabil aus, wenn Vater, Mutter Sohn und Tochter aber gleichzeitig ihren Interessen fröhnen, wird es in der Spitze eng, zumal die Datenraten eben nicht sicher und nicht immer zur Verfügung stehen.
Auch IPTV lässt sich nur dann vermarkten, wenn die Reaktionszeiten beim Umschalten extrem kurz sind. Obwohl wir bereits heute mit 1 mbit/s DVD-Qualität streamen können (und das reicht für 99,99% des verfügbaren Video-Contents mehr als aus), müssen IPTV-Anwendungen deshalb möglichst viele Programme gleichzeitig bereit stellen.
3. Auch der upload-Bedarf nimmt zu – gerade im kommerziellen Bereich für kleine und Mittelständische Unternehmen, die vermehrt komplexe Konstruktionszeichnungen, 3D-Animationen und ähnliches an ihre Kunden versenden müssen. Auch hier wächst der Bedarf massiv, gemeinsam an einem Geschäftsprozess online zu arbeiten. Dafür bedarf es sicherer Verbindungen und eines hohen uploads, dr weit jenseits der theoretisch erreichbaren 1 mbit/s liegt, die man nutzen kann, wenn man 16 mbit/s Download hin bekommt.
Hallo,
die Aussage, dass FTTH bis in den Keller geht ist so leider nicht richtig. Sollte die Glasfaser im Keller enden, so wäre dies Fiber to the Building (FTTB), im Sprachgebrauch der Telekom wäre dies die Ebene APL.
FTTH bedeutet, dass die Glasfaser bis in die Wohnung geht, endet also am TAE.
Herr Steinhauser hat vollkommen recht, FTTH ist FTTH und FTTB ist halt FTTB. Über den Sinn und Unsinn der Bezeichnungen kann man sicherlich streiten.
Dem Verbraucher ist es möglicher Weise egal, wie die Technologie letztendlich heißt, doch grundsätzlich werden die Verbraucher mit den neuen Kürzeln auch nicht besser zurecht kommen, wenn diese Falsch verwendet werden.
Alles in Allem ist die Seite aber ein guter Ansatz in die richtige Richtung – also weiter so
[...] die Glasfaser-Technik “Fiber to the Building” (FTTB). Bei dieser Technologie werden die Glasfaser bis in den Keller verlegt und mit dem im Haus vorhandenen Kupferleitungen verbunden. Mit dieser Technik sollen sich [...]