
DWDL ist von Videoportalen verwirrt
Mai 12, 2009Ein wesentlicher Grund für die Notwendigkeit von Fttx ist neben der gleichzeitigenNutzung vieler Anwendungen und dem verschärften Angebot von ASP-Software ist der wachsende Bewegtbild-Anteil im Internet. Der Mediendienst DWDL (kein Mensch weiß, was das heißt) hat sich mal die tatsächlichen Strategien der privaten TV-Sender im Netz angesehen und stellt eher fest, dass es die nicht gibt: Strategien. Weder bei ProSiebenSAT1 noch bei RTL:Zuerst wollten die beiden mit den Youtube-Kopien ClipFish und MyVideo absahnen. „User Generated Content“ sollte mit Werbung versibert werden. Aber wie bei Youtube selbst, stellt der Erfolg sich noch nicht ein. Die ursprüngliche Einspielung eigener Programm-Inhalte unterließ man deshalb in letzter Zeit. DWDL stört, das man nicht weiss, welche Inhalte wer, wann, wie und wieso abfragen kann. Waren Clips aus der Casting-Show DSDS etwa früher bei Clipfish eingestellt, auch um die Plattform zu promoten, so war in dieser Staffel alles nur über die Seite von RTL.de zu sehen.
Daraus wird deutlich: Die TV-Konzerne befinden sich noch in der Experimentierphase. In den USA hat sich mittlerweile Hulu.com etabliert. Das Portal bietet werbefinanziert und für den Nutzer kostenlos populäre US-Shows an. Und wächst und wächst und wächst.
Wenn die Sender wie die ZDF-Mediathek oder RTLnow zunehmend ihre eigenen Inhalte ins Netz stellen ist es bis zum Livestream des eigenen Programms nicht mehr weit. Auch die Lizenzbedingungen der großen US-Studios, die das bisher verhindern, werden sich den Notwendigkeiten anpassen. Seperate IPTV-Plattformen werden dann der Vergangenheit angehören.
In einer kleinen Serie wird FtthstattDSL in nächster Zeit die Online-Angebote der TV-Konzerne und der öffentlich-rechtlichen Anbieter auf Inhalt und Brauchbarkeit analysieren. Besuchen Sie uns bald wieder.


